Wer in der vergangenen Saison mit dem Pedelec an einem Rennen der Enduro One teilgenommen hatte oder als Zuschauer die Rennen am Streckenrand verfolgte, fragte sich früher oder später was es für einen Sinn hat an der Rennserie mit E-Power teilzunehmen. Neben dem Spaß den so ein E-Bike grundsätzlich macht, das lockere cruisen auf den Transferstrecken und ein Start zum Prolog vor den normalen Bikern sind da schon die Highlights.

Enduro One 2017 – einiges wird anders

Die Macher der Enduro One haben in diesen Tagen die Ausschreibung für die kommende Saison der Enduro One veröffentlicht und es werden sich – neben einigen weiteren Änderungen – für E-Biker zwei wesentliche Dinge ändern und die Rennserie damit noch interessanter machen. Für Teilnehmer die mit elektrischer Unterstützung an der E1 teilnehmen wird es eine spezielle E-Bike-Stage geben, bei der die Skills der Starter besonders auf die Probe gestellt werden. Diese Stage könnte eine technische Uphill-Passage sein – z.B. die Prolog-Strecke bergauf zu fahren – so Christian Hens, der auch 2017 als „The Voice of the Enduro One“ dabei sein wird. Aber auch eine komplette eigene Stage ist denkbar so Hens. Das wollen die Macher von Fall zu Fall entscheiden, was an der jeweiligen Location möglich ist.

Um das Rennen für E-Bike-Fahrer noch ein wenig spannender zu machen, dürfen in der kommenden Saison keine Akkus mehr während des Rennens getauscht werden. Somit wäre es gegeben das dem einen oder anderen Fahrer der Saft ausgeht bevor er das Rennen beenden konnte. Das bedeutet, dass man nicht mehr locker-flockig die Transferstrecken im Sport- oder Turbo-Modus bergauf fliegen kann ohne einen Blick auf den Akkustand zu haben. Gerade wenn die Akkuleistung zum Rennende zur Neige geht, aber eventuell noch die E-Bike-Stage ins Haus steht, wird es spannend.

An einer Beschränkung oder Unterscheidung der unterschiedlichen Akku-Kapazitäten je nach Bike-Modell will man noch nicht denken. Bisher ist die Masse die einen solchen Schritt in der E-Bike-Klasse nötig machen, noch nicht vorhanden erklärte Christian Hens auf Nachfrage. Wenn einer einen größeren Akku als ein Mitstreiter hat, dann ist das so. Ein zusätzlicher Akku ist aber nicht erlaubt. Bedeutet das z.B. Boschfahrer mit 400er-Akkus auf den 500er upgraden müssten um gegenüber den neuen Modellen konkurrenzfähig zu sein. Oder eben Bergauf nicht so die Luzi raus zu lassen. Sparen ist angesagt.

Was tut sich noch?

2017 gibt es so viel Enduro One wie noch nie. Eine sechste Location kommt hinzu. Wie bereits im September vermeldet wurde, könnte dies am Chiemsee an der Kampenwand sein. Aber dies ist noch nicht bestätigt und Du erfährst es schon sehr bald. Enduro One ist damit die MTB Enduro-Serie mit den meisten Rennen im deutschsprachigen Raum.

Es tut sich auch etwas im Rennablauf. Der Prolog ist weiterhin ausschlaggebend für die Startaufstellung am Sonntag. Die Schnellsten im Prolog starten im Hauptrennen als Erste. Neu ist, das die gefahrene Zeit im Prolog in die Gesamtwertung mit einfließt. Wenn ein Fahrer nicht am Prolog teilnimmt, kann er trotzdem am Rennen starten. Wie in der Vergangenheit, werden diese Teilnehmer dann in der letzten Startgruppe einsortiert. Da diesen aber die Prologzeit fehlt werden ihnen die doppelte Zeit des Prologbesten seiner Klasse addiert. Wertvolle Minuten die man im Rennen nicht so schnell wieder einfährt. Also ist ein Start zum Prolog von daher schon Pflicht.

Die Strecke wird vollständig erst nach dem Prolog und nicht bereits am Samstagmorgen bekannt gegeben. Ein Training am Vortrag des Rennens ist nur auf bestimmten, freigegebenen Stages erlaubt. Die weiteren Stages sind nun auf Sicht zu fahren.

Neue Klassen für den Nachwuchs

Erstmals darf auch der Nachwuchs am regulären Rennen teilnehmen. Dafür wird die Klasse E1 Junior für Serienstarter(innen) und Gäste der Geburtsjahre 1999 oder jünger eingeführt.
Bei einzelnen Veranstaltungen wird ein modifiziertes Rennen speziell für die jüngsten Nachwuchsfahrer angeboten: E1 Wild Childs. Diese werden auf verkürzter Strecke und altersgerechten Stages absolviert. Die Wertung erfolgt in drei Klassen (U16, U13 und U10).

Ich bin gespannt auf die Saison 2017. Sobald weitere Infos vorliegen, wirst Du hier darüber informiert. Bis dahin kannst Du Dir die Berichte aus der vergangenen Saison reinziehen oder schau auf die Homepage der Enduro One.

Oder schau Dir das Video vom Saisonfinale in Bad Endbach an:

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