Anfang April während des Seasonopening des MTB-Club Beinhart´92 e.V. hatte ich die Möglichkeit ein kurze Runde auf einem Specialized Turbo Levo FSR Comp 6Fattie zu drehen. Der Mainzer-Bikeladen CYCLEPLANET hatte das eMountainbike zum Opening mitgebracht um interessierten Clubmitgliedern das Erlebnis eBiken nahezubringen.

Das Specialized Turbo Levo Comp 6Fattie lehnte, wie viele der anderen MTBs an einem der Bäume rund um die Grillhütte im Lennebergwald. Nur durch die Farbe in Gloss Monster Green stach es zwischen den anderen Bikes hervor. Auf den zweiten Blick dachte ich mir „oh ein Levo“. Ehrlich gesagt hatte ich das Bike in diesem Rahmen hier nicht erwartet. Denn als einer der wenigen eBiker im Club ist man mit seinem „Rentner-Bike“ noch ein Exot.

Als sich herausstellte das, dass Bike von CYCLEPLANET mitgebracht wurde und für Probefahrten zur Verfügung steht, konnte auch ich nicht widerstehen und musste das Teil mal fahren. Es war auch das erste Mal das ich das Levo in freier Wildbahn gesehen habe. Ich kannte es bisher nur von Fotos und aus Berichten.

Helm auf, Handschuhe an und Los…

Nach einer kurzen Einweisung in die Bedienung der Unterstützungsstufen folgte das Aufsteigen und der erste schweifenden Blick über Rahmen, Vorbau und Lenker auf das Vorderrad. Hier wird der Beinamen „6Fattie“ unmittelbar bestätigt. Das Bike ist wirklich „Fett“ im Vergleich zu meinem zierlichen Haibike mit seinen 2.4-Zoll-Reifchen. Die 3-Zoll Plus-Bereifung auf den 38mm Felgen von Roval passt in dieser Dimension aber sehr gut zu dem doch muskulös wirkendem Rahmen der dem integriertem Akku im Unterrohr geschuldet ist und mit dem Brose-Motor eine harmonische Einheit bildet. Aber das Ganze ist mir nicht unangenehm. Ich habe das Gefühl das ich satt im Bike sitze, obwohl das Specialized Turbo Levo nicht an mich angepasst wurde.

Wie es ein Verkäufer immer gerne macht, wurde erst mal die höchste Unterstützungsstufe am Specialized Turbo Levo eingestellt. Was der Fahrerin vor mir ein entzückendes Quieken entlockte, traf bei mir im ersten Moment eher auf Ernüchterung. Das bullige Bike wirkte auf einmal nicht mehr so bullig. Aber dieser erste Eindruck wich schnell wieder, wenn man erst mal ein Stück gefahren ist. Die Unterstützung des Brose-Motors ist halt eine andere im Gegensatz zum Bosch.

Langer Name: Specialized Turbo Levo FSR Comp 6Fattie

Leider war meine Testrunde nur kurz. Ich bin ein kurzes nicht allzu sehr schwieriges Trailstück hoch und runter gefahren um die verschiedenen Unterstützungsstufen zu testen. Hierfür fehlte mir der Daumenschalter am Lenker um die Unterstützungstufen zu wechseln wie ich es gewohnt bin. Der Griff ans Unterrohr war ungewohnt und das möchte ich im rabiaten Gelände lieber nicht machen müssen. Bei meinem Bosch fahre ich meist im ECO und wenn es an steile oder hakelige Stellen geht schalte ich auf Tour oder Sport, um ein wenig mehr Power zu erhalten. Beim Specialized eBike ist das Konzept etwas anderes und man benötigt als Umsteiger wohl ein bisschen Eingewöhnungszeit. Ein Neuling wird sich keine Gedanken darüber machen. Aber Abhilfe schafft das Bedienteil für den Lenker das Specialized als Zusatz anbietet.

Ansonsten entspricht das Bike den ersten Erwartungen. Die 140mm Rock Shox Yari und der FOX-Dämpfer am Hinterbau werden ihren Dienst ordnungsgemäß verrichten und das Bike wird sich auch auf längeren Trails sauber fahren lassen. Aber nach meiner Meinung würde dem Bike etwas mehr Federweg gut tun um auch für den etwas härteren Einsatz gerüstet zu sein. Leider bieten die anderen Modelle der Serie in dieser Richtung auch nicht mehr.

Auf jeden Fall freue ich mich schon drauf das Specialized Turbo Levo irgendwann mal auf meinen Hometrails um die Ecken zirkeln zu dürfen. Ich werde auf jeden Fall darüber berichten.

Mein Dank geht an  CYCLEPLANET für die zur Verfügungstellung des Bikes am Opening.

Bild mit freundlicher Genehmigung von Oliver | rideE.bike

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